Bettnässen - Krankheit oder Unfall
Viele Eltern sprechen gern vom "kleinen Unfall" den das Kind letzte Nacht hatte. Sie meinen damit das Eintreten eines, besonders für das Kind unangenehmen, Zwischenfalls genannt Bettnässen. Es wird vermutet, dass bis zu 10% aller Kinder bis fünf Jahre noch ins Bett machen, die Ursachen dafür sind vielzählig.
Ursachen für nasse Betten und Sachen
Zu sagen, dass manche Kinder mit Absicht ins Bett machen, ist vollkommen falsch. Den Kindern ist es viel zu peinlich, denn sie wissen ja, dass sich das nicht gehört. Sie schämen sich sowieso schon, da wäre es mehr als kontraproduktiv, auch noch zu schimpfen oder gar das Kleine auszulachen.
Es kann sein, dass das Kind aufgrund einer verzögerten Entwicklung noch nicht genügend von dem Hormon produziert, welches den Harn in der Blase eindampft und so eine nächtliche volle Blase verhindert. Diese Verzögerung ist erblich bedingt. Es ist also hilfreich, wenn auch unangenehm, wenn man mit dem Partner mal über die eigene frühkindliche Entwicklung spricht. Noch kritischer ist es, wenn das Bettnässen organische Ursachen hat. So ist es zum Beispiel möglich, dass eine Harnwegsinfektion oder Fehlbildungen in diesem Bereich ein unbemerktes Wasserlassen hervorrufen. Außerdem können auch Diabetes und neurologische Erkrankungen dafür verantwortlich sein.
Die Angst ist immer da
Ein anderer Faktor für dieses Symptom sind psychische Probleme. Steht das Kind zum Beispiel unter Stress durch Streit der Eltern oder hat es vor irgendetwas große Angst, kann das ebenfalls Bettnässen hervorrufen. Wenn man also mit dem Kind die ärztlichen Untersuchungen durch ist und die Gesundheit nachgewiesen ist, kann man in Ruhe anfangen, dass Kind zu trainieren, damit es weiß, wann die Blase voll ist und es auf Toilette muss. Bis es das sicher weiß, kann man natürlich noch Windeln zur Sicherheit nehmen. So ist es den Kindern nicht ganz so unangenehm die Eltern nachts wach machen zu müssen, als wenn das ganze Bett nass ist.