Das Einpissen verhindern

Es ist äußerst schwer, die Ursache des Bettnässens festzustellen. Deswegen ist es auch fast unmöglich eine allgemeingültige Therapie vorzuschlagen. Bisher stellte es sich als hilfreich heraus unterschiedliche Methoden miteinander zu kombinieren. Einige davon möchten wir heute vorstellen.

Das Kalendersystem

Tragen Sie für jede Nacht, in der Ihr Kind ungewollt urinierte, eine Regenwolke in den Kalender. Für jede trocken überstandene Nacht gibt es eine Sonne. Diese Symbole sollte das Kind, wenn möglich, selbst einzeichnen um sich selbst den Ablauf und die Bedeutung des Rituals besser einprägen zu können. Zudem sollten Sie Ihr Kind belohnen, falls es eine bestimmte Anzahl Sonnen auf den Kalender zeichnen konnte. Ein kleiner Trip in einen s. Oliver Shop dürfte dafür schon genügen. Absolutes Gebot (auch für alle weiteren Methoden) ist, dass Sie Ihr Kind niemals verbal, oder emotional für eine Regenwolken-Nacht bestrafen. Das Kind würde in sich einen Druck aufbauen, der sich schnell wieder auf ungewolltem Wege entladen könnte. Seien Sie hier also vorsichtig. Betrachten sie die Regenwolken nicht als Armutszeugnis, sondern wie einen verregneten Tag, an dem man auf den nächsten Sonnentag warten muss. Also, nicht verbittert wegen Heute, sondern hoffnungsvoll für morgen, ist hier die Devise.

Regelmäßiges Wecken

Erlauben Sie sich, Ihr Kind mehrmals pro Nacht kurz zu wecken. Dadurch wird es sich daran gewöhnen, schon bei kleineren Veränderungen der Schlafsituation aufzuwachen. Der Vorteil hiervon: Ihr Kind wird auch für sienen eigenen Körper sensibler und wacht nach einigen Nächten von selbst auf, sowie es einen Blasendruck verspürt. Dabei ist es sehr wichtig, dass sie diese Maßnahme vorher mit ihrem Kind besprechen. Sie sollten es fragen, ob es sich wecken lassen möchte um schneller zu merken, wann es sein Bett nässt. Falls Ihr Kind sich dieser Methode verweigert, müssen Sie das respektieren, da jede Form von unfreiwilligem Druck dem Kind nur noch mehr Misserfolgserlebnisse bescheren könnte.

Blasensensibilisierung

Eine der härteren, und behavoiristischen Methoden ist die der Blasensensibilisierung. Hierbei bitten Sie Ihr Kind, wann immer es tagsüber die Toilette aufsuchen muss, sich noch ein wenig zu gedulden. Dadurch übt sich Ihr Kind darin den Blasendruck als eine Notsituation wahrzunehmen. Während es bisher daran gewöhnt war, den Druck sofort freilassen zu können, erfährt es nun, dass Erlösung nur auf der Toilette zu Stande kommen kann und alles, was außerhalb der Toilette statt findet, ertragen werden muss. Diese Methode ist aber, wie gesagt sehr hart. Manche Kinder werden diese Methode auch nicht verstehen können, was eine doppelte Drucksituation erzeugen würde. Deswegen ist dieser Weg nur für die Eltern-Kind-Paare geeignet, welche über ein tiefes Vertrauen und große gegenseitige Zuneigung verfügen.

Die Richtige Toilettenumgebung

Waren Sie schonmal genötigt eine Toilette aufzusuchen, und alles was sie finden konnten, war ein Plumpsklo? Zwar ist man froh, endlich ablassen zu können, aber dennoch fühlt man sich einfach nur unwohl in dem nach Exkrementen und Urin riechenden Plastikkarton. Genauso geht es einem Kind, dass eine unangenehme Toilettenumgebung zu Hause hat. Bedenken Sie: Ihre Toilette ist die erste im Leben ihres Kindes, und ist dadurch ein entscheidender Teil in seiner hygienischen Entwicklung. Achten Sie darauf, dass es immer gut riecht und dass es möglichst farbenfroh gestalltet ist. Wenn möglich, leben sie ihrem Kind vor, wie angenehm es ist, sich des Drucks in dieser gemütlichen Umgebung zu entledigen. Dabei sollten Sie natürlich nicht überschwänglich werden und vor Glück jubeln sowie Sie sich die Denim Jeans runterreißen, und loslassen können. Ihr Kind merkt von selbst, wann Sie sich wohl fühlen, deswegen sollte Ihr Beitrag sich darauf beschränken, Ihrem Kind nicht die Tür zum Klo zu verschließen.

Das sind schonmal einige Möglichkeiten. Absolut spürbar sollte dabei in jeder Situation sein, dass Sie ihr Kind dabei unterstützen, nicht mehr ungewollt zu urinieren, und nicht Ihr Kind sie dabei, dass es nicht mehr ins Bett macht. Sie helfen Ihrem Kind mit dieser Entwicklungsphase. Es geht dabei nicht darum, dass Sie sich selbst einen Gefallen tun, sondern Ihrem Kind.