Die wichtigsten Tipps bei der Ernährung von Babys

Wenn Erwachsene sich schon manchmal schwer tun, sich ausgewogen zu ernähren, ist das bei Kindern umso schwieriger. Denn häufig haben Kinder verschiedenen Lebensmitteln gegenüber Vorurteile, die auf "Das schmeckt nicht!", "Grüne Sachen esse ich nicht!" oder "Iih, das hat mal gelebt!" lauten ... Säuglinge sind noch relativ leicht zu ernähren, denn sie stecken nicht automatisch alles in den Mund, haben keine Zähne und sind mit Milch zufrieden. Aber: Welche Milch?

Das Beste: Muttermilch

Die Natur hat den Weibchen aller Säugetiere und damit auch den menschlichen Frauen Brüste gegeben, die gar Wunderbares leisten: Sie können Milch produzieren, die den Bedürfnissen des Nachwuchses perfekt angepasst sind, dem jeweiligen Säugling hervorragend mundet und zudem noch hervorragende Qualität besitzt. Muttermilch ist für Säuglinge die beste Ernährung, denn sie ist immer frisch und schnell verfügbar (vorausgesetzt, Mutter und Kind werden nicht getrennt), sie enthält alle benötigten Nährstoffe und kann kostengünstig in der benötigten Menge gebildet werden. Muttermilch enthält überdies die Immuninformationen der Mutter, kann also in den ersten Monaten, während derer das Kind noch nicht über ein ausreichend ausgebautes Immunsystem verfügt, das Kind vor Krankheiten und Infektionen schützen. Zum Stillen braucht es nicht viel: Brüste und Zeit reichen aus. Allerdings machen einige Hilfsmittel das Stillen einfacher: Zum Beispiel sorgt ein passendes Stillkissen für eine angenehme Haltung, Brusthütchen können bei Schmerzen und Entzündungen schützen, und ein gut sitzender Still-BH kann das Stillen in der Öffentlichkeit erleichtern.

Stillkissen

Möglicher Ersatz: Säuglingsmilch

Milchpulver wird von verschiedenen Herstellern zur Ernährung von Säuglingen produziert. Das Pulver auf der Basis von Kuhmilch ist dem kindlichen Stoffwechsel und den Bedürfnissen der Kleinen bestmöglich angepasst, aber es ist doch eine künstlich hergestellte Milch. Milchpulver muss in abgekochtem, auf Trinktemperatur abgekühltem Wasser angerührt werden, und nicht jedes Kind mag jede Milch. Es ist unter Umständen mit viel Ausprobieren und hohem Aufwand verbunden, die passende Milch für das Kind zu finden - Allergien und Unverträglichkeiten spielen ebenso eine Rolle wie der Geschmack des Milchpulvers. Mit der Wahl des passenden Flaschensaugers besteht die gleiche Problematik: Kautschuk oder Silikon, kleine oder große Löcher, mit Luftloch oder ohne? Flaschenkinder lassen sich jedoch leichter mit einem Schnuller beruhigen als Brustkinder, da sie an das Gefühl von Silikon oder Kautschuk im Mund gewöhnt sind. Eine große Auswahl bietet hierzu Avent.

Nach Möglichkeit der Natur folgen

Wenn möglich, sollten Mütter ihre Kinder natürlich so lange wie möglich stillen und damit der Empfehlung von WHO (World Health Organisation), Kinderärzten, Hebammen und anderen Spezialisten folgen. Manchmal ist es jedoch nicht möglich, Kinder zu stillen, z.B. auf einer Reise - für diesen Fall stellt die Nahrungsmittelindustrie Milchpulver bereit. Im Normalfall wird es jedoch nicht gebraucht, denn jede gesunde Frau kann ihr Kind stillen, solange es Milch braucht - von Natur aus.